Ergometrie (Belastungs-EKG)
In der Ergometrie wird sichtbar, wie Herz und Kreislauf auf körperliche Anstrengung reagieren. Damit können Belastungseinschränkungen abgeklärt, aber auch die körperliche Tauglichkeit und Leistungsfähigkeit für Sport oder spezielle berufliche Anforderungen beurteilt werden.
Bei der Ergometrie zeichnen wir kontinuierlich Ihr EKG, Ihren Blutdruck und Ihren Puls auf, während Sie auf einem stationären Fahrrad (Ergometer) in die Pedale treten. Im Rahmen einer Leistungsdiagnostik können auch Laktatwerte (Blut aus dem Ohrläppchen) bestimmt werden. Die Belastung wird in Stufen gesteigert, bis Sie nicht mehr können.
Folgende Gründe gibt es, warum ich eine Ergometrie empfehle:
- Abklärung von Belastungseinschränkungen: Bei Atemnot oder Leistungsabfall hilft die Ergometrie zu klären, ob die Ursache im Herz-Kreislauf-System liegt. Dabei geht es nicht um die Diagnosestellung einer Koronaren Herzkrankheit, da es hier inzwischen neuere Methoden gibt.
- Sportmedizinische Vorsorge (Selbstzahler Leistung): Für Sporteinsteiger oder ambitionierte Hobbysportler dient die Untersuchung dazu, versteckte Risiken wie angeborene Herzrhythmusstörungen unter Belastung auszuschließen. Die Untersuchung kann mit einer Laktatdiagnostik kombiniert werden um Trainingszonen genau zu bestimmen.
- Arbeitsmedizinische Eignung (G-Untersuchungen): Viele Berufe erfordern den Nachweis einer bestimmten körperlichen Leistungsfähigkeit. Wir führen die Ergometrie im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Vorsorge- und Eignungsuntersuchungen durch, unter anderem für: G 26 (Atemschutzgeräte), G30 (Hitzearbeiten), G 41 (Arbeiten mit Absturzgefahr), G 31 (Überdruck – Taucherarbeiten).
Wie läuft die Untersuchung ab?
- Vorbereitung:
- Bringen Sie bitte sportliche Kleidung, sowie ein Handtuch für die Untersuchung mit, Sie können sich vor Ort umziehen. Männer können ein weites sportliches Shirt tragen oder oberkörperfrei fahren. Frauen können einen Sport-BH oder ein weites sportliches Shirt tragen. Dies dient dazu, dass die EKG-Elektroden gut angebracht werden können.
- Wenn möglich versuchen wir Laboruntersuchungen davor durchzuführen, damit Sie nicht nüchtern erscheinen müssen. Essen Sie bitte 1,5h vor der Belastung nichts mehr.
- Start der Belastung: Die Belastung wird nach einem festen Protokoll erhöht bis Sie nicht mehr können oder Beschwerden entwickeln.
- Nach der Ausbelastung werden Sie nachbeobachtet, wir achten insbesondere auf Herzrhythmusstörungen.
- Untersuchungsende und Nachbesprechung.
Die Untersuchung erfolgt unter ärztlicher Aufsicht und kann jederzeit abgebrochen werden, falls Sie sich unwohl fühlen oder Ihre körperliche Belastungsgrenze erreicht ist.