Langzeit-Blutdruck­messung (24-Stunden-Messung oder Selbstmess­protokoll)

Um Bluthochdruck sicher festzustellen oder eine Behandlung zu prüfen, reicht eine einzelne Messung in der Praxis nicht aus. Hierzu stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung: Die automatisierte 24-Stunden-Messung durch unser Praxisgerät oder ein strukturiertes Selbstmessprotokoll über eine Woche zu Hause.

Der Blutdruck schwankt im Tagesverlauf und reagiert auf Stress. Manche Patienten weisen in der Praxis aufgrund von Nervosität erhöhte Werte auf, während diese im Alltag normal sind (der sogenannte „Weißkittel-Effekt“). Umgekehrt gibt es Bluthochdruck, der nur im Alltag oder nachts auftritt. Um eine verlässliche Diagnose zu stellen, betrachtet man daher den Durchschnitt vieler Messwerte.
Immer mehr Smartwatches geben auch Blutdruckmessfunktionen an. Solche Aufzeichnungen können eine Ergänzung sein, können aber auch erheblich von realen Messwerten abweichen. Sollte Ihr Gerät für die Blutdruckmessung als „Medizinprodukt“ zugelassen sein, sind die Werte meist recht verlässlich und liefern eine sinnvolle Ergänzung für unser Gespräch in der Praxis.

Bei der Messung mit dem Praxisgerät tragen Sie ein mobiles Gerät, das über eine Manschette am Oberarm in festen Abständen (tagsüber ca. alle 15–20 Min., nachts alle 30–60 Min.) automatisch misst

Bei der Selbstmessung messen Sie Ihren Blutdruck über sieben aufeinanderfolgende Tage selbst mit einem eigenen Gerät. Dabei messen Sie Ihren Blutdruck jeweils morgens und abends zweimal kurz hintereinander, nachdem Sie sich 5 Minuten in Ruhe hingesetzt haben. Diese Methode nutzen wir auch um die Einstellung Ihres Blutdrucks unter Medikamenten zu prüfen.

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